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Frühling ist beste Pflanzzeit – Auch für Gräser

Bild elgrass

Die ersten Frühlingsblüher machen im Garten schon gut auf sich aufmerksam. War es nicht ein ganz besonderes Schneeglöckchenjahr? Auch die Krokusse zeigten sich stark und blühfreudig.

Und dann erst die Narzissen, die mit ihrem strahlenden Gelb die Sonne ins Beet holen. Besonders schön sieht es aus, wenn die Frühlingsblüher nicht aus der nackten, schwarzen Erde wachsen, sondern wenn sie von feinen Gräsern umspielt werden. Die wintergrünen Gräser werden als praktische und attraktive Bodendecker gern gepflanzt. Fast jeder will heute einen Garten haben, aber längst nicht jeder will sich mit dem Garten ernst- und dauerhaft befassen (müssen). Schliesslich ist das Leben anstrengend genug. Früher monotone Rasenflächen, für die man ein ganzes Arsenal an Gerätschaften brauchte und jede Menge Zeit dazu, verschwinden und werden zu Gräserbeeten. Das Sortiment der wintergrünen, bodendeckenden Gräser ist gross und vielseitig. Gepflanzt werden kann sobald der Boden nicht mehr gefroren ist. Jetzt im zeitigen Frühjahr sieht man die Lücken im Garten übrigens besonders deutlich. In diesen Lücken wachsen Spontankräuter, die wiederum Arbeit zur Folge haben, und dort trocknet der Boden aus, wenn es länger nicht geregnet hat oder er schwämmt weg, wenn es zu Starkregen kommt. Wer für eine geschlossene Gründecke mit Gräsern, aber auch mit anderen Pflanzen von Einjährigen bis Zwiebelblumen und Stauden sorgt, muss tatsächlich weniger giessen und weniger jäten. Und wer sich jetzt im Frühjahr für Gräser entscheidet, der giesst nach dem Pflanzen nur in den ersten Wochen bis die Wurzeln Fuss gefasst haben. In der Anfangszeit sollte auch das ungeliebte Beikraut im Auge behalten werden, und dann kann er oder sie dem übrigen Gartenjahr und auch dem Urlaub gelassen entgegensehen. Gräser machen keinen Stress!

Foto: elegrass. - Gräser für den Hausgarten werden heute schon in stattlichen Topfgrößen angeboten. Hier warten sie in der Gärtnerei auf den Transport in den Handel.

Im Gegenteil – Gräser sind anspruchslos!

Gräser versorgen sich selbst und sind dabei sehr genügsam. Erstaunlich ist, dass sie in sehr viele unterschiedliche Gartentypen passen: Von streng und architektonisch bis zum wilderen Naturgarten sind Gräser heute nicht mehr wegzudenken. Seit den 1980er Jahren sind sie in vielen Gärten sesshaft und spielen mit ihrem Charme. Grosse GärtnerInnen wie Peter Jahnke, Petra Pelz und auch die für ihre Cottagegärten berühmte Isabelle von Groeningen können auf Gräser nicht verzichten. Isabelle von Groeningen erinnert sich in ihrem neuen Buch an ihre Anfänge als Gartenplanerin: „Als wir in den 1980er Jahren unsere ersten Gärten planten und pflanzten, gehörten Gräser mit Blick auf Herbst- und Winterwirkung als gute Strukturstauden selbstverständlich dazu.“ Komisch, dass auch der Winteraspekt im Garten noch gar keine lange Geschichte hat. Früher wurde der Garten winterfest und „sauber“ gemacht, verwelkte Stauden, trockene Fruchtstände, vergilbte Gräser, all dem wurde weder ein ästhetischer Aspekt noch ein ökologischer Nutzen beigemessen. Auch die Wege waren ganzjährig exakt abgegrenzt und „sauber“. Heute liegt der Charme in der natürlichen Weichheit, in sanften Übergängen, in langschwingenden, hohen Gräsern … schon interessant, wie sich Werte und Einstellungen ändern. Dies geschieht auch, weil wir heute die Gartennatur anders betrachten, die jahreszeitlich unterschiedlichen Aspekte der Pflanzen zu würdigen und zu geniessen gelernt haben. Je unübersichtlicher die grosse Welt um uns wird, um so wichtiger wird unsere kleine und unsere Gärten gehören unbedingt dazu. Hier können wir gestalten, ausprobieren, Erfahrungen machen. Das Frühjahr ist hierfür eine gute Zeit!

Foto: elegrass. - Bodendeckende Gräser, wie beispielsweise viele Arten der Seggen (Carex), gedeihen im Schatten und in der Sonne, sie schlucken Laub und sind wintergrün.

Für viele Pflanzen, auch für Gräser, sind die kommenden Wochen die beste Pflanzzeit. Regelmässige Niederschläge und steigende Temperaturen sorgen für schnelles Einwurzeln und gutes Wachstum. Viele Gräser entwickeln sich langsam und kommen erst in der zweiten Jahreshälfte so richtig in Fahrt. Es lohnt sich deshalb gerade jetzt, sich im Handel gut umzusehen und zu informieren, welches Gras sich wie verhält, wie hoch es wächst, ob es eher sonnig oder einen schattigen Standort bevorzugt.

Wie pflanze ich Gräser?

Gräser kauft man in Töpfen. Das Pflanzloch sollte mindestens doppelt, besser dreimal so gross sein wie der Topfballen. Die Erde gut lockern, eine Handvoll Hornspäne auf den Boden, den Wurzelballen mit den Händen lockern und so einsetzen, dass das Gras in etwa so hoch steht wie im Topf. Nicht tiefer, aber vor allem auch nicht höher. Angiessen und in den nächsten Tagen im Auge behalten.

Ein paar Empfehlungen: Die grosse Gattung der Seggen (Carex) bietet viele unterschiedliche, auch mehrfarbige Arten, die sich gut für die ganzjährige Bodendeckung eignen. Sie sind wahre Laubschlucker und brauchen keinen Schnitt. Das Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) gehört auch im gemischten Staudenbeet zu den Lieblingen, treibt aber erst spät im Frühjahr aus. Schneller im Austrieb sind die Reitgräser (Calamagrostis x acutifolia, die schon nach wenigen Wochen sehr attraktiv im Beet stehen. Gräser verändern den Garten auf eine interessante Art und Weise, sie bringen Struktur - manche mit stattlicher Grösse wie z.B. die Pampasgräser (Cortaderia selloana) - aber auch Dynamik und sie machen wenig Arbeit. Also ran an den Spaten! Vorher vielleicht noch einen Überblick über das Sortiment verschaffen, das geht leicht auf www.elegrass.de.

Foto: elegrass. - Gräser machen übrigens auch im Topf neben dem Sitzplatz eine gute Figur.

Foto: elegrass. - Frisch gepflanzt. Ein pflegeleichter Vorgarten entsteht mit niedrigen Bodendeckern und schwingenden Gräsern.

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