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Frühblühend und duftend: Vanille-Pestwurz oder Winter-Heliotrop (Petasites fragrans)

Als eigentlicher Winterblüher unter den Stauden ist sie bisher wenig bekannt. Die Vanille-Pestwurz blüht so früh wie die Schneeglöckchen. Das und ihr guter Duft sind gute Gründe, sie in den Garten zu pflanzen.

Ihr Name ist widersprüchlich: Duftet sie nun fein oder verbreitet sie üblen Pestgeruch? Sie duftet, wie dies viele frühblühenden Stauden oder Gehölze tun. Denn es gilt Bestäuber anzulocken in einer Landschaft, die noch kaum grüne Farbe oder Blüten aufweist.

Die Vanille-Pestwurz blüht zur Winterzeit. Abhängig von der Witterung kann dies in milden Regionen bereits im November, Dezember der Fall sein.

Obwohl es in diesem Jahr mild ist, zeigen meine Exemplare noch keine Blüten. Aber sie werden wohl demnächst austreiben, wie die Schneeglöckchen, die in unserer eher kalten Gegend stets etwas später dran sind. Sie mögen frische Böden in der Nähe von Laubbäumen. Zuerst bilden sie die Blüte und erst danach treiben die Blätter aus.

In manchen Regionen Englands werden sie als lästig empfunden, da sie sich in mildem Klima stark ausbreiten. Hierzulande wird das nicht geschehen. Kaltes Wetter bremst sie wirkungsvoll vor zu starkem Wuchs. In der Schweiz heimische Arten der Pestwurze wie Petasites hybridus, P. albus, P. paradoxus sind wüchsiger und auch grösser.

Erhältlich ist sie in gut sortierten Staudengärtnereien.

Image from UKWildFlowers

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