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Schönheit mit Verantwortung: Hobbygärtnern mit Biostauden

Bild elegrass.

Die hohe Schule des Gärtnerns kommt fast nirgends an Stauden und Gräsern vorbei. Sie sind seit Jahren die Stars im Garten. Internationale Gartenplaner*innen, aber auch Bundes- und Landesgartenschauen haben diese Pflanzengruppen ins Herz geschlossen und zeigen, wie private Gärten heute aussehen können.

Auch die Folgen des Klimawandels und der starke Bedarf nach Gewächsen, die mit langen trockenen Perioden, aber auch mit starken Regenfällen gut zurechtkommen, haben diese Pflanzengruppen mit besten Vorteilen ins Blickfeld gerückt. Hobbygärtner*innen interessieren sich jedoch zunehmend nicht nur für die richtige Auswahl der Pflanzen, sondern auch für die Art und Weise, wie sie kultiviert wurden. Biogartenpflanzen sind längst der Nische entwachsen und man findet sie heute leicht auch im filialisierten Gartenmarkt. Mit Kräutern für die Küche fing es vor Jahren an, sie sind ja schliesslich auch für den menschlichen Verzehr bestimmt. Aber heute gibt es Bioblumenzwiebeln und auch Biostauden – produziert gemäss den EU-Bio-Zertifizierungsregeln - nicht mehr nur in spezialisierten Gärtnereien.

Bild elegrass.: Biostauden machen Freude, den Gärtner*innen, die sie produzieren, und den Hobbygärtner*innen, deren Gartenleben sie bereichern. Mittlerweile gibt es auch im Gartencenter ein breites Sortiment.

Wissen, dass es gute Pflanzen sind

Viele Pflanzen, ob für den Garten oder für im Haus, werden impulsiv gekauft, weil ihr Äusseres attraktiv erscheint, ihre Blüte oder die Farbe spontan überzeugen. Den inneren Wert von Pflanzen kann man als Laie gar nicht so einfach sehen. Dieser innere Wert kann durchaus in der Produktionsmethode liegen, mit der die Pflanzen kultiviert wurden. Wie viel Zeit hatten die Pflanzen zum Wachsen, wie ökologisch rücksichtsvoll wird in der Gärtnerei gearbeitet, welche Rolle spielt das Bodenleben, wird auf chemisch-synthetische Dünger verzichtet und auch auf systemische Pestizide? All dies wirkt sich auf die inneren Werte von Pflanzen aus, zeigt sich in ihrer Gesundheit und Widerstandsfähigkeit. Gerade bei Stauden lohnt es, auch auf die Durchwurzelung zu achten, wenn man die Pflanzen aus dem Topf nimmt, um sie in den eigenen Garten einzupflanzen: Wichtiger als ein üppiges Laub ist bei diesen nämlich ein gut durchwurzelter Topfballen.

Bild elegrass.: Frauenmantel (Alchemilla mollis) säumt den Weg vom Frühjahr bis in den Herbst. Auch das Laub verdient Aufmerksamkeit.

Sicherer Mehr-Wert

Biostauden, die jetzt im Frühjahr gepflanzt werden, starten gelassener und überzeugen vielleicht langsamer, aber sie gedeihen auch deutlich stabiler – vorausgesetzt der Standort passt. Boden- und Lichtverhältnisse (Sonne, Halbschatten, Schatten) sind auch hier entscheidend. Für vollsonnige, eher trockene Standorte eignen sich die einfachen Sonnenstauden: Echinacea und Rudbeckia (Sonnenhut) – beide locken Bienen und Schmetterlinge – Nepeta (Katzenminze) ist extrem pflegeleicht – Salvia nemorosa (Sommersalbei) – ein Dauerblüher vom Frühsommer bis in den Herbst, sehr bienenfreundlich. Für Staudenanfänger*innen empfiehlt sich Alchemilla mollis (Frauenmantel) auch an halbschattigen Standorten. Mit seinen gelben Blüten wächst und gedeiht er fast überall und auch seine Blätter haben ihren Reiz. Ihre besondere Oberfläche führt zu einem attraktiven Detail: Tautropfen kullern in die Blattmitten und faszinieren wie glitzernde Murmeln. Für halbschattige bis schattige Flächen bringen Astilben Licht ins Beet. Eine weitere dankbare Staude ist Anemone japonica (Herbstanemone), sie blüht vom Sommer bis spät im Jahr.

Bild elegrass.: An sonnigen Standorten sind Sonnenhüte (Rudbeckia und Echinacea) monatelang viel mehr als ein Hingucker. Je länger sich die Stauden am Standort entwickeln können, um so schöner.

Elegardens inspiriert zu Biostauden

Wer auch bei anderen Produkten auf „Bio“ achtet, sollte das auch beim Pflanzeneinkauf tun und beispielsweise auf torfhaltige Erden verzichten. Beim Pflanzenschutz empfiehlt es sich, natürlichen Feinden eine Chance zu geben. Florfliegen, Marienkäfer und Vögel arbeiten gern im Garten mit. Eine lockere Mischung von nicht zu vielen Arten der Stauden und Gräser - je drei bis fünf Pflanzen derselben Staude schaffen ruhige Harmonie im Beet - ist der beste Garant für pflegeleichte und gesunde Beete. Perfekt für einen guten Start ist eine sorgfältig vorbereitete Erde. In den ersten Wochen lohnt es, regelmässig einen Blick auf Unkräuter zu nehmen, dann ist für langfristiges Gartenglück gut vorgesorgt. Einmal im Jahr etwas Kompost reicht für die meisten Biostauden aus. Wer sich über Biostauden informieren möchte, geht auf elegardens.com/de. Es gibt im Handel übrigens auch fertige Biostaudenpakete für verschiedene Standortbedingungen. 

Bild elegrass.: Biostauden für das blaue Beet mit u.a. Glockenblumen (Campanula) und Salbei (Salvia) und Gräsern.

elegrass

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