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Lieblingsplätze im Garten

Im urbanen Raum hat die Natur längst ihre bedrohlichen Seiten verloren. Lawinen und Rutschhänge sind gebändigt und die gefährlichen Tiere ausgerottet. Dank ausgefeilter Technologien der Lebensmittelproduktion und –lagerung besteht eine grosse Unabhängigkeit gegenüber Unwettern und Naturkatastrophen, so dass keine Hungersnot mehr ausbricht in schlechten Erntejahren. In vielen Städten ist die Natur durch die lückenlose Überbauung gänzlich ausgesperrt.In den vergangenen Jahren hat daher ein Gegentrend eingesetzt, die Natur wieder in den Lebensraum des Menschen zurückzuholen.

Renaturierte und freigelegte Gewässer sind ein gutes Beispiel dafür oder auch die Begrünung von Hinterhöfen, Flachdächern und Terrassen. Die Sehnsucht nach einer heilen natürlichen Welt zeigt sich auch in den Bemühungen rund um die Biodiversität. Im Fokus sind ganze Nahrungsmittelketten, angefangen bei der insektenfreundlichen Pflanzenwahl, der darauf abgestimmten Fauna und dem Menschen im Garten, der sich möglichst umwelt- und naturverträglich verhält. Weiter hat sich im Bewusstsein der Stadtbewohner die Einsicht festgesetzt, dass ökologisch mit Grünflächen durchsetzte Stadtquartiere bessere Lebensbedingungen bieten. Klimatische Aspekte wie ausgeglichener Wasserhaushalt und eine weniger starke Erwärmung bilden eine wichtige Argumentationslinie. Ein anderer Aspekt ist die Produktion von Nahrungsmittel. Es ist wichtig, dass man weiss von wo Kräuter, Gemüse und Obst herkommen. Mit Urban Farming hat man alles anschaulich vor der Haustür. Paradoxerweise ist es heute mit den Lieblingsplätzen im Garten gerade umgekehrt. Der Garten ist ein Freiraum und Rückzugsort vor dem stressigen und lebensfeindlichen Berufsalltag. Er ist eine homöopathische Dosis Natur in einer überregulierten und überkultivierten Welt.

Was macht einen Liebelingsplatz im Garten aus?

Zum einen sind die archaischen Elemente wie Feuer und Wasser. Meistens ist eine Feuerstelle, Feuerschale oder grosser Grill vorhanden. Ein Feuer entfachen und in der Dämmerung oder Nacht den Flammen zuzuschauen spricht die meisten Menschen an. So ist es auch mit Wasser. Ein kleines Vogelbad, ein Brunner oder ein Schwimmteich sind attraktive Orte. Sichtschutz und Nischen, wo man sich zurückziehen kann sind, weitere Elemente. Je nach Raumgestaltung gibt es in der Regel auch eine Begrenzung gegen den Himmel. Äste, von einem grossen Baum, die ein Dach bilden oder Pergolen vermitteln Geborgenheit. Ein weiteres Element, das der Inspiration dient ist die Kunst. Wandbilder und Skulpturen inspirieren die Personen, die sich im Garten aufhalten. Die Möblierung reicht von einfachen Sitzgelegenheiten auf Baumstämmen bis zu ganzen Sofalandschaften. Und last but not least ist die Art und Weise der Bepflanzung. Um sie dreht sich alles. Sie teilt den Raum auf und vermittelt den Rhythmus der Natur. Die Pflanzen sind der Gateway zur Fauna. Von ihnen hängt ab, ob Insekten, Schmetterlinge, Kleinsäuger und Vögel eine Heimat finden.  

Nachfolgend ein paar Beispiele, die an der Giardina 2019 ausgestellt wurden. Sie bieten eine gute Grundlage für die Inspiration, wie man seinen Lieblingsplatz im Garten gestalten könnte.

Gartengestaltung auf Balkonen

Am idealsten gestaltet man die verfügbare kleine Fläche mit wenigen chraktervollen Pflanzen. Kahle Betonmauern lassen sich mit Wandbildern verschönern.

Erweiterung des Gartens als Wohnraum

Mit Farn-Ampelpflanzen wird ein dichtes Dach geschaffen. Der Raum ist über verschiedene Ebenen und trennelemente strukturiert. Wasser und Sitzgelegenheiten dürfen nicht fehlen.

Gliederung des Gartens über gerade Linien und Formen

F-Design bevorzugt für die Gliederung des Gartens gerade Linien und regelmässige geometrische Formen. Durch die Kombination von Pavillon (Bibliothek) und Garten nimmt die Nähe zur Natur zu.

Gestaltung Urban Gardening Upcycling

Mit alten Schiffscontainer lassen sich gut Rückzugsorte realsieren. Offene und geschlossene Räume können einfach kombiniert werden. Eine Pergola lässt sich problemlos erstellen, indem man zwischen den Containern die erforderlichen Träger anbringt.

Pflanzenträume - Gestalten mit Pflanzen

Die Hauptrolle im Garten spielen die Pflanzen. Um sie dreht sich alles. Mit einer geeigneten vertikalen Staffelung des Raums mit Bäumen, Sträuchern und Stauden lassen sich angenehme Rückzugsorte entwerfen. 

Der westlich interpretierte Japangarten

Die Basis der Japangärten bilden die Japanische Philosophie und Geschichte. Oftmals fliessen religiöse Aspekte des Buddismus und weiterer asiatischer Religionen mit ein.

Gestaltung mit Raumelementen

Die Gliederung des Raums lässt sich auch durch die Verwendung von Bauelementen erreichen. Speziell ist die unnatürliche stehende Lage der Platten, die dadurch zu Sitzflächen werden.

Wieviel Platz benötigt man für eine Pergola?

Auch auf kleinstem Raum lassen sich ein Deck und eine kleine Pergola erstellen. Die Wirkung ist stark. Dieser Platz lädt zum verweilen ein.

Welches sind die besten Sitzgelegenheiten im Garten?

Ein einfacher Stuhl aus Metall erfüllt seinen Zweck zuverlässig. Das Metall zeichnet sich aus durch Stabilität, UV-Verträglichkeit und eine lange Lebensdauer. Es ist zudem wetter- und frostbeständig. Mit einem einfachen Kissen wird es noch bequemer.

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