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Gardena Neuheiten 2020

Bild garten.ch: Pär Åström President der Gardena Division und Leiter der deutschen Standorte der Husqvarna Group

Anlässlich der Präsentation der Gardena Neuheiten für 2020 erlaubte Pär Åström ein paar Blicke hinter die Kulissen bezüglich Produkte-Entwicklung. Er ist seit 2018 President der Gardena Division und Leiter der deutschen Standorte der Husqvarna Group.

Mit dem heissen trockenen Sommer von 2019 war wiederum das Thema Bewässerung bei den Leuten omnipräsent. Gardena bietet verschiedene effiziente Bewässerungslösungen an. Eine aktuelle Untersuchung der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf im Auftrag von Gardena zeigt, dass der Einsatz von automatischer Bewässerung zu einer effizienteren Wassernutzung führt sowie zu einer reicheren Ernte und gesünderen Pflanzen.
Für die Saison 2020 bietet darum Gardena mit aquaBloom eine spezielle Bewässerungslösung für Balkongärten. Diese erfordert weder Strom- noch Wasseranschluss und funktioniert mit einer Solarzelle und einem separat zu beschaffenden Wasserdank vollkommen autark. Citygardener, die für ein verlängertes Wochenende oder eine Ferienwoche verreisen, versorgen so ihre paar Pflanzentöpfe mit Wasser und treffen bei der Rückkehr keine Wüste an auf dem Balkon oder der Terrasse.

Das Smart System wird ebenfalls weiter vorangetrieben und fortlaufend optimiert. Die Optimierung der Apps und Schnittstellen zu Homekit, Magenta SmartHome und IFTTT findet fortlaufend statt und richtet sich nicht nach dem jährlichen Zyklus von Produkteentwicklung, Präsentation und Markteinführung im Folgejahr. Wenn eine neue Funktion programmiert und freigegeben ist, steht sie sofort zur Verfügung.
 
Um die gute Position am Markt halten zu können und weitere Märkte zu erschliessen, prüft Pär Åström weitere Formen der Entwicklung. Ziel ist es mehr von der Gartenkompetenz der Leute her zu denken und weniger aus der Werkzeugperspektive: «Viele träumen von einer neuen wertvollen Pflanze im Garten, kaum einer träumt vom Spaten».
Weiter sollen kreative Ideen schneller ausprobiert und getestet und allenfalls modifiziert werden. Zurzeit sind verschiedene Versuchsballone unterwegs:

  • Branding von Pflanzen in Kooperation mit OBI und Syngenta. Die Pflanzen werden in den Shops in Plastiktöpfen verkauft, die das Gardena Logo aufgedruckt haben. Die Displays im Shop weisen ebenfalls prominent darauf hin, dass das Gardenapflanzen sind.
  • Ein weiterer Ansatz sind Gartenseminare. Durch die Seminare erzielt Gardena einen Mehrwert. Die Gartenplanung kann mit der bereits vorhandenen Pflanzendatenbank optimiert werden.
  • Lizenzierung von Gardena Designs. In einer Kooperation mit dem Spielzeughersteller HappyPeople werden Gartengeräte im Design vom Gardena als Spielzeuge produziert. So gelingt die Verankerung der Marke bei den Jüngsten und künftigen Gärtnerinnen und Gärtner
  • Zum Thema Indoor Gardening lanciert Gardena in der Facebook Community ein Smart Greenhouse «Capsule». Die Reaktionen des Markts, was die Leute dazu denken und wie sie das Produkt einschätzen ist auf Facebook einsehbar.
  • Gardena Award für Garten Startups. Um näher an die innovative Szene von Gartenstartups zu kommen, vergibt Gardena dieses Jahr erstmals den Gardena Award.

Man darf gespannt sein, welche der kreativen Entwicklungsideen eine positive Resonanz finden und welche weiteren Ideen künftig folgen werden. Der Ansatz als Tool-Entwickler sich mehr Gartenexpertise anzueignen ist positiv und trägt sicher dazu bei, dass die Produkte noch näher bei den Gärtnerinnen und Gärtner sind. Die Verkürzung der Zeit von der Idee bis zum produktionsreifen Produkt unter Verwendung digitaler Unterstützung, ist ebenfalls zu begrüssen. Bei den Software-Produkten ist diese Art des Vorgehens bereits etabliert. Bei den Tools besteht diesbezüglich noch Potenzial. Sollte die Entwicklung in dieser Richtung gehen, werden künftig monatlich oder quartalsweise Neuheiten-Präsentationen stattfinden.

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